Defensivarchitektur

Defensivarchitektur


Die von dem Ingenieur Estaban de Panón 1740 umgesetzten Projekte und Bauarbeiten konzentrierten sich auf die Verteidigung der Hafeneinfahrt Cartagenas durch Befestigung und Bewehrung der Einfahrt mit verschiedenen Küstenbatterien von der Bucht von Escombreras bis Algameca. Es handelte sich um ein Verteidigungssystem mit neun Batterien, die sich gegenseitig ergänzten:

  • Auf der rechten Seite die Batterien San Fulgencio (bzw. del Collado), Punta de la Podadera, Fuerte de Navidad, Espalmador (bzw. de los Apóstoles)
  • Auf der linken Seite die Batterien San Leandro, San Isidoro y Santa Florentina, Fuerte de Santa Ana, und Trincabotijas.

Feringán und Zermeño
Das Verteidigungsprojekt von Panón sah keine Verteidigung des Arsenals vor. Feringán Cortes nahm sich dem mit einem übergreifenden Projekt für den Marinestützpunkt und das Arsenal an. König Carlos III. gab Zermeño hierzu den Auftrag. Der Plan umfasste die folgenden Befestigungsanlagen:
- Atalaya
- Galeras
- De los moros
- San Julián

Verteidigungsplan von 1860 bzw. O’Donnell-Plan
Der Baumaßnahmen konzentrierten sich auf die Umwandlung der Batterien an der Hafeneinfahrt, die die rechte Seite schützen sollten. Der gesamte Abwehrkomplex umfasste das Castillo de Galeras, die Batterien General Fajardo, Podadera, San Fulgencio sowie die Festungen Fuerte de Navidad, und Despeñaperros in der Stadt).

Verteidigungsplan von 1884
Der rasche Fortschritt bei der Entwicklung gepanzerter Schiffe führte dazu, dass die Batterien erneut überholt waren. Der Verteidigungsplan von 1884 sollte dies beheben, indem Krupp-Kanonen in den Geschützstellungen von Santa Ana Complementaria, Trincabotijas Baja und La Podadera sowie Ordóñez-Haubitzen in den Batterien von Fajardo aufgestellt wurden. All dies führte zu einer großen Erneuerung der Architektur der Küstenbatterien, die fortan mit gemauerten Kasematten ausgestattet wurden, um widerstandsfähiger zu sein, sowie niedriger gemacht wurden, um weniger Angriffsfläche für feindlichen Beschuss zu bieten.

Verteidigungsplan 1912-1913
Das Hauptziel dieses Plans war es, das Arsenal und seinen Rückzugshafen für die Wiederinstandsetzung des Geschwaders zu schützen. In Bezug auf die Verteidigung der Seefront wurden die Verteidigungsanlagen erweitert, indem großkalibrige Geschütze von Cabo Tiñoso bis Cabo de Agua aufgestellt wurden.

Verteidigungsplan 1926 von Primo de Rivera
Die kontinuierliche Weiterentwicklung gepanzerter Schiffe und das Aufkommen der Luftfahrt führten zu einer neuerlichen Reform der Verteidigungsanlagen der Marinebasis Cartagena. Nach dem Plan von Primo de Rivera bzw. Verteidigungsplan von 1926, wurden die Küstenbatterien in Gruppen von jeweils 3 eingeteilit: eine Luftabwehr-Batterie mit vier Kanonen vom Typ AA 105/45 zur Abwher feindlicher Luftangriffe, eine Batterie mit zwei Vickers-Kanonen im Kaliber 38,1 (die stärksten ihrer Zeit) sowie eine Batterie mit vier Kanonen im Kaliber 15,24 cm